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14. Vorurteile und Beziehungen zwischen sozialen Gruppen
Was meinen wir mit Vorurteilen und sozialer Diskriminierung? - Erklärungen für Vorurteile und Diskriminierung - Verhalten zwischen sozialen Gruppen - Verringerung von Konflikten zwischen sozialen Gruppen
In Kürze
- 14.1 Einleitung: Was meinen wir mit Vorurteilen und sozialer Diskriminierung?
- 14.2 Erklärungen für Vorurteile und Diskriminierung
- 14.3 Verhalten zwischen sozialen Gruppen und zugrunde liegende Prozesse
- 14.4 Verringerung von Konflikten zwischen sozialen Gruppen
Woher stammen Vorurteile ...
- Vorurteile sind negative und feindselige Einstellungen gegenüber einer sozialen Gruppe und ihren Mitgliedern auf der Grundlage ihrer Gruppenmitgliedschaft.
- Der Ansatz der autoritären Persönlichkeit und die Theorie der sozialen Dominanz versuchen, Vorurteile mit einem Fokus auf dem vorurteilsbehafteten Individuum zu erklären.
- Die Beziehungen zwischen sozialen Gruppen bestimmen die Einstellungen und Verhaltensweisen der Gruppenmitglieder: Negative Interdependenz führt zu Intergruppenkonflikt, während positive Interdependenz das Potenzial für harmonische Beziehungen in sich trägt.
- Intergruppenverhalten unter minimalen Bedingungen lässt sich durch soziale Kategorisierung, Identifikation, sozialen Vergleich und das Bedürfnis nach positiver Distinktheit erklären.
- Die soziale Kategorisierung führt zur Assimilation von Individuen innerhalb einer Kategorie und zur Kontrastierung von Individuen verschiedener Kategorien.
- Die Identifikation mit der Eigengruppe verbindet das Selbst mit einer bestimmten sozialen Gruppe und verleiht so dieser sozialen Kategorie psychologische Relevanz.
- Intergruppenvergleiche führen dazu, dass eine Eigengruppe relativ zu einer Fremdgruppe auf Dimensionen bewertet wird, die als wichtig eingeschätzt werden.
- Ein Vorurteil ist das Ergebnis einer Intergruppenbewertung, die als Einstellung oder als gruppenbasierte Emotion aufgefasst werden kann.
... und wie baut man sie ab?
- Intergruppenkontakt erweist sich als ausgesprochen wirkungsvoll, um Vorurteile und Intergruppenkonflikte abzubauen.
- Allports Bedingungen für einen positiven Kontakt sind nicht als notwendige Bedingungen zu verstehen, haben jedoch einen fördernden Einfluss auf positive Kontakteffekte. Die neu formulierte Kontakthypothese empfiehlt, dass ein Kontakt ausreichend häufig und weder bedrohlich noch Angst auslösend sein sollte. Unter diesen Bedingungen führt Kontakt gewöhnlich dazu, dass Vorurteile abgebaut werden, vor allem wenn es zu Freundschaften zwischen den Gruppen kommt.
- Affektive Bindungen und der Abbau von Intergruppenangst sind wirksame Prozesse zum Abbau von Vorurteilen.