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14. Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit
Begriffsklärung - Geschichte der Public Relations - Praxis- und Forschungsfelder - Schnittmengen von Medienpsychologie und PR-Wissenschaft
Glossar
- Determinationsthese
- Als Determinationsthese bezeichnet man die Annahme, dass Öffentlichkeitsarbeit journalistische Berichterstattung determiniere. Unter Determinierung ist dabei in einer schärferen Auslegung Steuerung, in einer schwächeren eine starke, einseitige Beeinflussung zu verstehen. Der Begriff Determinationsthese geht auf das Werk von Barbara Baerns (1991) zurück.
- Finanzkommunikation
- Kommunikation in und mit Finanz- und Kapitalmärkten, wozu auch die entsprechenden Aufsichtsbehörden zu zählen sind. Akteure, die in diesen Märkten oder an sie angelagert agieren, sind etwa Banken, Fondsmanager und andere institutionelle Anleger sowie Analysten (z.B. Rating-Agenturen). Bei Investor Relations/Finanzkommunikation handelt es sich um Kommunikationsarbeit, die in hohem Maße durch gesetzliche Regulierung gekennzeichnet ist (Transparenzgesetzgebung). Auf der Grenze zwischen Presse- und Medienarbeit und Investor Relations steht die Kommunikation mit der Wirtschafts- und Finanzpresse.
- Interne Kommunikation /PR
- PR-Aktivitäten, die sich an Angehörige einer Organisation wenden, also z.B. Mitarbeiter eines Unternehmens, Partei- oder Vereinsmitglieder. Ein spezifisches Teilgebiet ist die Führungskräftekommunikation, welche sich lediglich an einen begrenzten Kreis im mittleren und oberen Management richtet.
- Issues Management
- Das Konzept des Issues Management sieht vor, dass Organisationen für sie in besonderem Maße relevante Themen in einem frühen Stadium erkennen, aufgreifen, besetzen und gestalten. Unter Issues sind Themen(-komplexe) zu verstehen, die für das Unternehmen gegenwärtig oder zukünftig hochrelevant sind, öffentlich und kontrovers diskutiert werden oder werden könnten – und deshalb ein potenzielles oder aktuelles Risiko, möglicherweise aber auch eine Chance bergen.
- Lobbying
- Der vor allem politische Kommunikationsprozess, der sich zwischen Akteuren nicht-politischer Organisationen einerseits – wie etwa Unternehmen, Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Kirchen, Non-Profit-Organisationen etc. – und politischen Akteuren in Regierung und Administration andererseits abspielt. Als ein Sonderfall anzusehen ist die Lobbyierung eines politischen Akteurs durch einen anderen politischen Akteur – etwa, wenn ein Bundestagsabgeordneter einen anderen Abgeordneten von einem bestimmten politischen Kurs zu überzeugen sucht.
- Oeffentlichkeitsarbeit
- Management von Informations- und Kommunikationsprozessen zwischen Organisationen einerseits und ihrer internen oder externen Umwelt (Teilöffentlichkeit) andererseits. Funktionen von Public Relations sind Information, Kommunikation, Persuasion, Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen von gesellschaftlichem Konsens. Aktivitätsfelder von Public Relations sind beispielsweise Presse- und Medienarbeit (Media Relations), interne Kommunikation mit Führungskräftekommunikation und Nachbarschafts-/Standort-PR (Community Relations), Investor Relations und Lobbying & Public Affairs.
- Presse- oder Medienarbeit
- Public Relations-Arbeit, welche auf Beziehungen zu Journalisten, auf journalistische Berichterstattung zielt. Stellt in der Regel einen wichtigen Teil der Public Relations-Arbeit einer Organisation dar; daher finden sich gelegentlich undifferenzierte Gleichsetzungen.
- Public Affairs
- Public Affairs sind eng und unauflöslich mit Lobbying verknüpft und stellen die Meinungsgestaltung und –pflege im öffentlich-politischen Raum dar. Vor allem Verbände, aber auch andere, eigens zu bestimmten Zwecken gebildete Initiativen versuchen mit Public Affairs-Kampagnen gesellschaftliche Rahmenbedingungen dadurch mitzugestalten, dass sie Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen.