11. Medienwirtschaft
Medienmarkt und Medienbranche: Was ist das und wie misst man sie? - Gesamtwirtschaftliche Bedeutung von Medien - Medien und Werbung - Ziele von Medienunternehmen - Struktur des Medienangebotes
Glossar
- Bruttowertschöpfung
- Der Wert, der in einem Wirtschaftszweig durch die Weiterverarbeitung von Vorleistungsprodukten zusätzlich geschaffen wird. Er entspricht den Einkommen, die die Arbeitskräfte (Löhne und Gehälter) und die Kapitalbesitzer (Gewinne oder Verluste) in den Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges erhalten, plus den Aufwand, der zum Erhalt der in der Produktion verwendeten Bauten und Ausrüstungen notwendig sind (Abschreibungen). Die Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftszweige addiert sich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).
- Cross-Media-Strategien
- Medienunternehmen versuchen mittels Cross-Media-Strategien ihre Unternehmensziele dadurch zu erreichen, dass sie ihre Aktivitäten auf andere Geschäftsfelder im Medienbereich ausdehnen und andere Typen von Medienprodukten produzieren (Beispiel: ein Zeitungsverlag kauf oder gründet einen Hörfunksender).
- Größenvorteil
- (Stück-)Kostenvorteile, die Unternehmen mit größerer Outputmenge gegenüber Unternehmen mit geringerer Outputmenge aufweisen (engl. Economies of Scale). Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, z.B. durch eine bessere Auslastung von Maschinen in Großunternehmen. Im Medienbereich entstehen sie vor allem durch die fixen, von den Nutzerzahlen unabhängigen Kosten des jeweiligen Inhaltes (first-copy-cost). Je höher die Zahl der Rezipienten, desto niedriger werden die Stückkosten je Rezipient.
- Marketing-Mix
- Oberbegriff für die unterschiedlichen Instrumente, mit denen ein Unternehmen den Absatz seiner Produkte beeinflussen kann. Unterschieden werden in der Betriebswirtschaftslehre vier Maßnahmenbereiche: Maßnahmen am Produkt, am Preis, bei der Kommunikation (Werbung, PR etc.) oder beim Vertrieb.
- Media-Selektion
- Media-Selektion umfasst die Auswahl des Werbemediums (Radio, Fernsehen, Zeitschrift etc.), des spezifischen Medienproduktes (TV-Programm, Zeitschriften- oder Zeitungstitel) und der genauen Werbeplatzierung (bestimmte Werbeblöcke oder Anzeigenseiten).
- Medienbranche
- Unter einer Medienbranche sind alle Unternehmen zu verstehen, deren wirtschaftliche Hauptaktivität darin besteht, mithilfe ähnlicher Produktionstechniken die gleichen Medienprodukte zu produzieren.
- Medienmarkt
- Unter Medienmarkt werden alle Verkaufstransaktionen zwischen Anbietern und Nachfragern, die Medienprodukte betreffen verstanden.
- Medienprodukte
- Medienprodukte sind alle informierenden und unterhaltenden Inhalte (Botschaften, Mitteilungen), die über einen technischen Verbreitungsweg (Medium) einer prinzipiell unbegrenzten und unbekannten Zahl von Mediennutzern (Rezipienten) angeboten werden.
- Tausenderkontaktpreis
- Wertgröße, mit der die Preise verschiedener Werbeträger (Medienprodukte) für eine Werbeschaltung (z.B. für eine Zeitungs- oder Zeitschriften-Anzeigenseite oder für 30 Sekunden eines Radio- bzw. TV-Werbespots) miteinander vergleichbar gemacht werden. Dieser Preis wird dann durch die Zahl der Rezipienten des Medienproduktes geteilt, die dort die Werbung jeweils erreicht (die Zahl der Werbekontakte). Dieser Wert wird mit 1000 multipliziert, da ansonsten Preise im Bereich von Zehntel Eurocent herauskommen würden.