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16. Mediennutzung und Medienwirkung bei Kindern und Jugendlichen
Medien und Medienkompetenz - Informationsverarbeitung von Film und Fernsehen - Wirkung gewalthaltiger Medien auf Kinder und Jugendliche
Glossar
- Aktive vs. Passive Verarbeitung von Fernsehinhalten
- Ursprünglich ging man davon aus, dass Kinder im Vorschulalter von der Vielfalt audiovisueller Stimuli in Beschlag genommen werden, ohne dass sie dazu in der Lage sind, diese zu verstehen (passive Verarbeitung). Empirische Studien zur Aufmerksamkeit zu Fernsehinhalten in den letzten 30 Jahren haben aber gezeigt, dass bereits sehr früh eine selektive Aufmerksamkeitslenkung stattfindet. Bereits junge Kinder richten ihre Aufmerksamkeit gezielt auf audiovisuelle Hinweisreize, die für das Verstehen von Programminhalten besonders relevant sind (aktive Verarbeitung).
- Continuity-System
- In den Filmwissenschaften werden die Prinzipien der Filmmontage anhand des sog. Continuity-Systems beschrieben. Das System regelt die etablierte Form der Filmkomposition bei Mainstream-Filmen (z.B. Rückblende, Parallelmontage, etc.).
- Mediale Zeichenkompetenz
- Mediale Zeichenkompetenz bezeichnet die Fähigkeit die Zeichensysteme der unterschiedlichen Medien (z.B. Schnittkonventionen bei Film/Fernsehen; Piktogramme auf den Benutzungsoberflächen von Computern) zu verstehen. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass die mit den entsprechenden Medien transportierten Inhalte verstehbar sind und dass mit diesen Medien gelernt werden kann. Die wichtigsten Entwicklungsschritte in diesem Bereich finden von der frühen Kindheit bis ins Grundschulalter statt.
- Mentale Situationsmodelle
- Beim Verstehen von Texten und Geschichten werden unabhängig von ihrer medialen Präsentation eine kognitiven Repräsentation der zugrunde liegenden Sachverhalte aufgebaut, die der Wahrnehmung von Ereignissen analog ist. Diese Modelle enthalten auch Elemente, die im Text nicht explizit enthalten.
- Narration
- Filmische Narration ist die erzählte Handlung in einem Film. Sie ist gekennzeichnet durch einen Anfang und ein Ende, dazwischen entfaltet sich die Bedeutung jeder Geschichte in einer bestimmten Richtung.
- Phonologische Bewusstheit
- Der Begriff "Phonologische Bewusstheit" bezeichnet die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken bzw. Wissen über die lautliche Struktur der Sprache heranzuziehen. Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinn umfasst die Fähigkeiten, Wörter in Silben zu zerlegen und Silben zu einem Wort zusammenzufügen. Phonologische Bewusstheit im engeren Sinn bezeichnet hingegen die Fähigkeiten, Anlaute zu erkennen, aus Lauten ein Wort zu bilden oder ein Wort in seine Laute zu zerlegen.
- Repräsentationale Einsicht
- Das Wissen, dass Dinge für etwas anderes als sie selbst stehen.