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5. Kognitive Medienwirkungen
Agenda-Setting-Funktion - Framing- und Schematisierungseffekte - Wissenskluft-Perspektive - Kultivierungseffekte
Glossar
- Agenda-Setting-Theorie
- Die Fokussierung der Medienberichterstattung auf bestimmte politische Themen (z.B. Kriminalität oder Arbeitslosigkeit) hat zur Folge, dass diese Themen von der Bevölkerung als dringlich betrachtet werden.
- Digital Divide
- Das Phänomen des „Digital Divide“ weist darauf hin, dass die Verbreitung und der Zugang zum Internet hinsichtlich sozialer und Bildungsschicht ungleich erfolgt ist. Demzufolge ist der typische Onliner jung, männlich, gebildet und beruflich erfolgreich.
- dysfunktional
- Als dysfunktional wird die Gesamtwirkung von Medien bezeichnet, wenn diese negativ und unerwünscht betrachtet wird.
- Einstellung
- Gesamtbewertung eines Einstellungsgegenstands
- Frame-Ansatz
- Medien berichten immer aus einer bestimmten Perspektive über Ereignisse, indem gewisse Aspekte des Themas hervorgehoben und andere vernachlässig werden. Wirkungsorientiert wird postuliert, dass das Medienpublikum die Medien-Frames übernimmt und diese zur Interpretation der Realität benutzt.
- funktional
- Als funktional wird die Gesamtwirkung von Medien bezeichnet, wenn diese positiv und erwünscht ist.
- Kultivierungsanalyse
- Die uniformen Botschaften des sog. „Mainstream Mediums“ Fernsehens (z.B. viel Gewalt oder Gender-Klischees) formen bei den Vielsehern längerfristig fernsehtypisch ähnliche Vorstellungen von der Realität, was zu einer Angleichung der Ansichten bzw. zur Homogenisierung der Gesellschaft führt.
- Mainstreaming
- Gerbner unterscheidet in seinem Kultivierungsansatz zwei Prozessen der Kultivierung, dem „Mainstreaming“ und dem „Resonance“-Prozess. Man spricht von Mainstreaming, wenn das Fernsehen die Ansichten von abweichenden Gruppen in Richtung Mehrheitsmeinung anpasst, d.h. bei Wenigsehern liegen die Realitätsvorstellungen und Meinungen deutlich weiter auseinander als dies bei Vielsehern der Fall ist.
- Orientierungsbedürfnis
- Dieses Konstrukt wird als Funktion der persönlichen Relevanz eines Themas und der mit ihm verknüpften Unsicherheit verstanden. Geringe Relevanz führt automatisch zu einem geringen Orientierungsbedürfnis. Hohe Relevanz und geringe Unsicherheit hat ein mittleres Orientierungsbedürfnis zur Folge. Seine höchste Ausprägung erfährt das Konstrukt bei gleichermassen hoher Relevanz und Unsicherheit.
- Priming
- Die Aktivierung eines Stimulus (z.B. Waffe) erleichtert die anschließende Wahrnehmung und Interpretation eines darauffolgenden, damit zusammenhängenden Stimulus.
- Wissenskluft-Perspektive
- Postuliert wird, dass durch die Intensivierung der Medienberichterstattung über ein Thema sich der Wissensstand der Bevölkerung nicht durchgängig verbessert, sondern dass sich die Wissensklüfte zwischen den verschiedenen sozialen und Bildungsgruppen verstärken.