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Glossar für Medienpsychologie

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Schema
Eine kognitive Struktur oder mentale Repräsentation, die Menschen benutzen, um ihr Wissen in Themenbereichen oder Kategorien bezüglich der sozialen Welt zu organisieren.
Schleichwerbung
Eine Form der getarnten Werbung mit dem Ziel, Werbebotschaften zu vermitteln, deren werblicher Charakter vom Zuschauer oder Leser entweder nicht auf Anhieb oder überhaupt nicht als solche zu erkennen ist.
Schweigespirale
Nach der Theorie der Schweigespirale von Noelle-Neurmann (2001) verstummen Vertreter der tatsächlichen Mehrheitsmeinung, wenn sie mit Meinungen konfrontiert werden, die sie irrtümlich für die Mehrheitsmeinung halten.
Selbsterfüllende Prophezeihung
Der Begriff bezeichnet die Auswirkung von Einstellungen, Zuschreibungen und Vorurteilen auf das Verhalten. Die Vorhersage einer bestimmten Eigenschaft bewirkt ein der Vorhersage entsprechendes Verhalten bei der betroffenen Person.
Semantik
Die Beziehung zwischen den Zeichen und den Gegenständen (Personen, Dinge, Ereignisse), auf die diese Zeichen verweisen.
Semiotik
Lehre von den sprachlichen Zeichen. Es werden verschiedene Dimensionen von Zeichen unterschieden: die semantische Dimension von Zeichen, d.h. die Beziehung zwischen den Zeichen und den Gegenständen (Personen, Dinge, Ereignisse), auf die diese Zeichen verweisen. Die syntaktische Dimension, d.h. die Beziehung der Zeichen untereinander, also die grammatischen Regeln, nach denen Zeichen sinnvoll miteinander verknüpft werden können. Die pragmatische Dimension umfasst die Beziehung zwischen den Zeichen und ihren Benutzern, d.h. Sender und Empfänger.
Sensationssuche
Sensationssuche wird in der Psychologie als ein physiologisch begründetes Persönlichkeitsmerkmal aufgefasst und beschreibt das Suchen nach Abwechslung und neuen Erlebnissen. Nach Zuckerman (1994) enthält das Konzept der Sensationssuche vier Komponenten: Spannung und Abenteuer, Suche nach neuen Erfahrungen, soziale Enthemmung und Vermeidung von Langeweile.
Social Software
Softwaresysteme, welche die menschliche Kommunikation und Kollaboration unterstützen. Der Begriff bezieht sich insbesondere auf Anwendungen wie Wikis und Weblogs. Den Systemen ist gemein, dass sie den Aufbau und die Pflege sozialer Netzwerke und virtueller Gemeinschaften, sogenannter Communities, unterstützen und weitgehend mittels Selbstorganisation funktionieren.
Social-Influence-Modell
Das Social-Influence-Modell (auch bekannt unter dem Namen „normative Medienwahl“) geht davon aus, dass bei der Medienwahl die sozial konstruierte und von gesellschaftlichen Erfahrungen und Erwartungen geprägte Medienbewertung von besonderer Bedeutung ist. Medienwahl wird hierbei einerseits von Erfahrungen mit dem jeweiligen Medium bestimmt und andererseits hat die Nützlichkeitsbewertung des Mediums durch das soziale Umfeld einen Einfluss auf die Medienwahl.
Soziale Evolution
Irreversible Prozesse struktureller Veränderungen, die gerichtet stattfinden. Ihre Gerichtetheit ergibt sich daraus, dass sich soziale Systeme ständig an Veränderungen ihrer Umwelt anpassen müssen, indem sie ihrerseits mit Änderungen reagieren, die im Prinzip rational, also zielgerichtet erfolgen – unter den veränderten Rahmenbedingungen. Die Prozesse selbst sind aber insofern als „ziellos“ zu bezeichnen, als eben diese veränderten Bedingungen nicht vom sozialen System selbst intendiert, sondern zufällig sind.
Soziale Wirklichkeit
Dieser Begriff aus den Sozialwissenschaften dient zur Bezeichnung dessen, was vom Menschen wahrgenommen und für wirklich gehalten wird, woran dessen Handeln ausgerichtet und auch erst durch menschliches Handeln geschaffen wird. Der Begriff kann in Abgrenzung zur Wirklichkeit im naturwissenschaftlichen Sinne verstanden werden, welche objektiv feststellbar und unabhängig vom menschlichen Handeln existiert.
Sozialen Rollenverhalten (Rolle)
Die Verhaltensweisen, die man von einer Person mit einer bestimmten Position innerhalb der Gruppe erwartet.
Spannung
Unter Spannung versteht man im Allgemeinen einen Gefühlszustand, der sich langsam aufbaut und der ein gewisses Beteiligtsein am rezipierten Prozess beinhaltet.
Stereotype
Unter Stereotypen versteht man sozial geteilte Überzeugungen (shared beliefs) über Personenmerkmale (traits) und/oder Verhaltensweisen (acts) einer Gruppe.
Stereotype Threat
Bedrohung durch ein Stereotyp. Beschreibt die Angst, dass das eigene Verhalten ein bestehendes Stereotyp bezüglich einer Gruppe, mit der man sich identifiziert, bekräftigt. Diese Angst kann zu einer Beeinträchtigung des Verhaltens führen.
Stimmungen
Stimmungen sind gegenüber Emotionen durch ein geringeres, aber länger andauerndes Erregungsniveau gekennzeichnet und durch das Fehlen von Objektgerichtetheit, was bedeutet, dass der Anlass einzelner Stimmungen oft nicht direkt erkennbar ist.
Stimmungsmanagement
Zur Verhaltenstendenz gewordene Regulation von emotionalen Zuständen mit Hilfe von medialen Angeboten (i.d.R. Fernsehsendungen). Dabei werden positive Stimmungen maximiert und negative Stimmungen minimiert.

Psychologie im Film

Chatten, telefonieren, surfen - Medien in Film, Serie und Buch: die richtige Rubrik für Filmfreaks, Seriensüchtige und Leseratten

Truman Show - Truman Burbank, gespielt von Jim Carrey, ist ohne es zu wissen der Hauptdarsteller einer Fernsehserie

E-Mail für dich - Hier tritt das Medium wohl etwas in den Hintergrund, etwas fürs Herz...

Pleasantville - Zwei Teenager geraten in eine Schwarz-Weiß-Fernsehserie und bringen Farbe in die 50er Jahre in der Kleinstadt Pleasantville

E-Mail an alle - der ultimative E-Mail-Roman von Matt Beaumont. Amüsieren Sie sich über die Kampagnen und Intrigen bei Miller-Shanks, der Londoner Werbeagentur

Gefährliche Liebschaften - Bevor es den E-Mail-Roman gab, war der Briefroman: Und die Liaisons dangereuses sind ein Klassiker, von Chorderlos de Laclos, sehr empfehlenswert - und auch genial verfilmt

Running Man - Im Jahr 2017 rennen verurteilte Kriminelle in einer Fernsehshow um ihr Leben spielen, der Gouverneur von Kalifornien (Arnold Schwarzenegger) rennt mit

Nicht auflegen! In der Hauptrolle: eine New Yorker Telefonzelle!

Ed TV Fast wie die Trumanshow, aber Ed Pekurny weiß, worauf er sich einlässt: Bei allem, was er tut, ist ein Kamerateam dabei