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Glossar für Medienpsychologie

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Pamphlet
Eine beleidigende, polemische, unsachliche Abhandlung, Streit- und Schmähschrift. Vor allem in der Reformationszeit wurden derartige Flugblätter und -schriften als Instrumente im öffentlichen Glaubens- bzw. Meinungskampf eingesetzt.
Paradigma
Ein wissenschaftliches Leitbild, ein Denkrahmen bzw. eine wissenschaftliche Grundhaltung, das/die bestimmt, von welchen basalen Annahmen im Hinblick auf einen Gegenstandsbereich auszugehen ist, welche Fragen wie gestellt werden, was beobachtet und überprüft und wie die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen interpretiert werden sollen.
Parasoziale Interaktion
Die Rezipienten personenzentrierter (TV-)Sendungen interagieren in einer Art und Weise mit einer Ankerperson (sogenannte persona), die Interaktionen des realen Lebens vergleichbar sind und darüber hinaus die Illusion einer Face-to-Face-Beziehung mit den Fernsehakteuren vermitteln.
Periphere Route zur Persuasion
Umfasst diejenigen Persuasionsprozesse, die nicht auf aufwändigem themenrelevanten Denken beruhen (z.B. klassische Konditionierung, heuristische Informationsverarbeitung).
Personifizierung
Die Personifizierung ist ein beliebtes Verfahren in der Marktforschung, um auf indirektem Weg die Einstellungen und Werte der Verbraucher gegenüber einer Marken zu erheben. Bei dieser Technik stehen die Eigenschaften der Marke bzw. des Produkts im Vordergrund. Die Instruktion kann z.B. lauten : „Wenn Kodak als Person auf die Welt käme, wie würde er oder sie dann aussehen? Welche Eigenschaften hätte er oder sie?“.
Persuasion
Persuasion bezeichnet Kommunikation, die darauf abzielt, beim Empfänger einer Botschaft Einstellungen bzw. Verhaltensweisen gegenüber einem Thema (Einstellungsobjektes) zu formen, zu verstärken oder zu ändern. Persuasive Effekte können über die Präsentation von Argumenten, die Darstellung von Personen mit großer Autorität, Vergleiche mit anderen Situationen usw. ausgelöst werden.
Phonologische Bewusstheit
Der Begriff "Phonologische Bewusstheit" bezeichnet die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken bzw. Wissen über die lautliche Struktur der Sprache heranzuziehen. Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinn umfasst die Fähigkeiten, Wörter in Silben zu zerlegen und Silben zu einem Wort zusammenzufügen. Phonologische Bewusstheit im engeren Sinn bezeichnet hingegen die Fähigkeiten, Anlaute zu erkennen, aus Lauten ein Wort zu bilden oder ein Wort in seine Laute zu zerlegen.
Präsenz
Präsenz meint die Erfahrung bzw. das Erleben des „da Seins“ in einer medienvermittelten Umwelt. Das Bewusstsein, das das Erleben technisch bzw. medienvermittelt ist, ist bei Präsenz ausgeblendet, man ist voll in die medienvermittelte Umwelt eingetaucht (Immersion). Von dem räumlichen Präsenzerleben („being there“) lässt sich ein soziales Präsenzerleben („being there together“) abheben – ein Gefühl bzw. Erleben des Zusammenseins und kommunikativen Austauschs mit anderen. Wenn räumliche und soziale Präsenz zusammenfallen, liegt Ko-Präsenz vor („being together in a shared space“).
Pragmatismus
Meint in der pädagogischen Theorie die Bewertung und Zusammenführung von Lerntheorien nach deren praktischer Anwendbarkeit. So kann beispielsweise eine behavioristische Vorgehensweise berechtigt mit einer kognitivistischen kombiniert werden, wenn dies in einer bestimmten Lernsituation angemessen und praktisch anwendbar erscheint.
Presse- oder Medienarbeit
Public Relations-Arbeit, welche auf Beziehungen zu Journalisten, auf journalistische Berichterstattung zielt. Stellt in der Regel einen wichtigen Teil der Public Relations-Arbeit einer Organisation dar; daher finden sich gelegentlich undifferenzierte Gleichsetzungen.
Priming
Die Aktivierung eines Stimulus (z.B. Waffe) erleichtert die anschließende Wahrnehmung und Interpretation eines darauffolgenden, damit zusammenhängenden Stimulus.
Propaganda
Propaganda bezeichnet die Werbetätigkeit bzw. Reklame im Sinne von Verbreitung weltanschaulicher oder politischer Ideen.
Prosoziales Verhalten
Verhalten, bei dem eine Person einer anderen Person hilft (andere Bezeichnungen sind altruistisches oder auch hilfreiches Verhalten). Nach Bierhoff (1996) müssen dazu zwei Bedingungen erfüllt sein: zum einen muss die Absicht besteht, der anderen Person etwas Gutes zu tun, zum anderen müssen der helfenden Person auch andere Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, sie also nicht zu einer Hilfeleistung gezwungen (z.B. durch Befehl, Beruf, etc.) werden.
Prototyp
Vorab-Exemplar einer späteren Serienfertigung, das zur Erprobung von Eigenschaften dient.
Prozedurales Wissen
Prozedurales Wissen bezeichnet eine Form des Wissens, die dynamisch und praktisch einsetzbar ist.
Psychodynamisch orientierte Verfahren
Das Ziel dieser Verfahren (z.B. analytische Psychotherapie) ist das Bewusstmachen von verdrängten Gefühlen und Erinnerungen, die eine Entwicklung zum gesunden, selbständigen Individuum blockieren. Die Ursachen und Lösungen für gegenwärtige Probleme sind laut Neurosenlehre im Unbewussten und in der Vergangenheit des Patienten zu suchen. Der Patient soll im Laufe der Therapie die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut durchleben um sie zu verarbeiten. Dies geschieht u.a. in der systematischen Analyse von Übertragung und Gegenübertragung.
Psychoedukation
Schulung von Menschen, welche an einer psychischen Störung leiden. Durch Psychoedukation soll das Verständnis und der Umgang mit der Krankheit verbessert werden.
Psychologische Tests
Psychologische Tests sind standardisierte und routinemäßig anwendbare Verfahren, mit denen die Ausprägung einer oder mehrerer latenter, d.h. direkter Beobachtung nicht zugänglicher Personeneigenschaften erfasst werden soll. Die Fragen oder Aufgaben eines Tests werden als standardisierte Reize verstanden, die so konzipiert und zusammengestellt sind, dass die Reaktionen der Testpersonen als Indikatoren für die Ausprägung der latenten Personeneigenschaft gelten können.
Public Affairs
Public Affairs sind eng und unauflöslich mit Lobbying verknüpft und stellen die Meinungsgestaltung und –pflege im öffentlich-politischen Raum dar. Vor allem Verbände, aber auch andere, eigens zu bestimmten Zwecken gebildete Initiativen versuchen mit Public Affairs-Kampagnen gesellschaftliche Rahmenbedingungen dadurch mitzugestalten, dass sie Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen.

Psychologie im Film

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E-Mail für dich - Hier tritt das Medium wohl etwas in den Hintergrund, etwas fürs Herz...

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