Glossar für Medienpsychologie
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z- Katharsisthese
- Die Katharsisthese geht von einer „reinigenden“ Wirkung dargestellter Gewalt aus, indem durch das Beobachten und gedankliche Miterleben dargestellter Gewalt der eigene Aggressionstrieb abgeleitet und so reale Aggression gemindert werden kann.
- klinisch-psychologische Intervention
- Psychologische Unterstützung bei der Bewältigung psychischer, sozialer und körperlicher Beeibträchtigungen und Störungen. (z. B. präventive Maßnahmen, Krisenintervention, Psychotherapie, usw.)
- Kognitionswissenschaftliches Paradigma
- Aus dieser Perspektive wird die Rezeption von Medieninhalten als Informationsverarbeitungsprozess beschrieben. Der Mensch wird hier als informationsverarbeitendes System konzipiert, das Input selektiv und bedürfnisgeleitet enkodiert, intern repräsentiert und verarbeitet und infolge der internen Informationsverarbeitungsprozesse einen bestimmten Output (z. B. ein bestimmtes Verhalten, eine interne Repräsentation) produziert.
- Kohärenz
- Im Kontext der Kommunikation bedeutet Kohärenz, auf die Äußerungen des anderen Bezug nehmen. Kooperation in der Kommunikation wird erst möglich, wenn beide Akteure ihr kommunikatives Handeln aufeinander abstimmen und dabei auch ein Minimum an Kohärenz entwickeln. Um sich auf die Äußerungen des anderen Bezug nehmen zu können, müssen sie zumindest partiell von ihren eigenen Kommunikationsplänen abweichen.
- Kohorte
- Kohorte bezeichnet im Kontext von entwicklungspsychologischen Studien eine Population, deren Mitglieder zum gleichen Zeitpunkt bzw. im gleichen Zeitraum geboren wurden, z. B. der gleiche Jahrgang oder Gruppen von Jahrgängen.
- Kommunikation
- Zielgerichteter, wechselseitig aufeinander bezogener medienvermittelter Prozess der Bedeutungsübermittlung.
- Konation
- Bezeichnung für zielorientiertes Denken und Handeln, d.h. eine Absicht bzw. Intention, aus eigenem Antrieb heraus eine Handlung vorzunehmen.
- Konnektivismus
- Konnektivismus stellt einen neuen lerntheoretischen Ansatz dar, welcher die technologische Entwicklung und deren Konsequenzen auf das Lernen berücksichtigt. Aus konnektivistischer Sicht wird Lernen im Gegensatz zu klassischen Lerntheorien nicht mehr als interne individualisierte Aktivität aufgefasst, sondern als ein Prozess der Herstellung und des Erhalts von Verbindungen zu Informationsquellen, auch als Knoten bezeichnet. Diese Knoten können sowohl Personen, Anwendungen oder Wissensnetzwerke wie z.B. Web 2.0 umfassen.
- Konstrukt/Konzept
- Ein theoretischer Begriff, der sich nicht vollständig auf Beobachtungsbegriffe zurückführen lässt.
- Künstliche Intelligenz
- Künstliche Intelligenz bezeichnet ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens beschäftigt.
- Kultivierungsanalyse
- Die uniformen Botschaften des sog. „Mainstream Mediums“ Fernsehens (z.B. viel Gewalt oder Gender-Klischees) formen bei den Vielsehern längerfristig fernsehtypisch ähnliche Vorstellungen von der Realität, was zu einer Angleichung der Ansichten bzw. zur Homogenisierung der Gesellschaft führt.
- Kultivierungsansatz
- Der Kultivierungsansatz der Medienwirkung von Georg Gerbner (z..B. Gerbner & Gross, 1976) untersucht, ob und in welcher Weise Medien durch das Setzten von kulturellen und sozialen Standards (z.B. zu Lebensformen, Gewalt) Einfluss auf die Öffentlichkeit nehmen.