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2. Gesellschaftliche Kommunikation im Wandel der Geschichte

Entwicklung der Medien vor dem Hintergrund eines historischen, kulturellen und politischen Wandels

Glossar

Journalismus
Der Journalismus in seiner Gesamtheit kann als Institution oder gesellschaftliches System aufgefasst werden, das Kommunikationsbeiträge aus der Gesellschaft (bzw. allen anderen gesellschaftlichen Systemen) autonom und in konzentrierter Form vermittelt bzw. öffentlich macht. So ermöglicht er der Gesellschaft eine Beobachtung ihrer selbst und eine dauerhafte Kommunikation zwischen ihren unterschiedlichen Teilsystemen, Organisationen und Akteuren. Die Entstehung des Journalismus ist an jene autonomer Massenmedien gebunden.
Massenkommunikation
Die klassische Definition nach Maletzke (1972, S.1514) beschreibt dadurch eine Form der Kommunikation „bei der Aussagen öffentlich (also ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft), durch technische Verbreitungsmittel (Medien), indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz der Kommunikationspartner) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagenden und Aufnehmenden) an ein disperses Publikum […] gegeben werden“.
Pamphlet
Eine beleidigende, polemische, unsachliche Abhandlung, Streit- und Schmähschrift. Vor allem in der Reformationszeit wurden derartige Flugblätter und -schriften als Instrumente im öffentlichen Glaubens- bzw. Meinungskampf eingesetzt.
Propaganda
Propaganda bezeichnet die Werbetätigkeit bzw. Reklame im Sinne von Verbreitung weltanschaulicher oder politischer Ideen.
Riepl`sche Gesetz
Ein von Wolfgang Riepl 1913 formulierter und vielfach bestätigter Grundsatz der Medienentwicklung, der besagt, dass bestehende Medien bei der Einführung neuer Medien nicht gänzlich oder dauernd verschwinden, sondern meist einem Funktionswandel unterliegen.
Soziale Evolution
Irreversible Prozesse struktureller Veränderungen, die gerichtet stattfinden. Ihre Gerichtetheit ergibt sich daraus, dass sich soziale Systeme ständig an Veränderungen ihrer Umwelt anpassen müssen, indem sie ihrerseits mit Änderungen reagieren, die im Prinzip rational, also zielgerichtet erfolgen – unter den veränderten Rahmenbedingungen. Die Prozesse selbst sind aber insofern als „ziellos“ zu bezeichnen, als eben diese veränderten Bedingungen nicht vom sozialen System selbst intendiert, sondern zufällig sind.
Versammlungskommunikation
Kommunikationsmodus, bei dem die Kommunikationsteilnehmer zur selben Zeit am selben Ort physisch anwesend sind und mittels natürlicher Medien, v.a. der Sprache (sowie Gestik und Mimik), kommunizieren. Lange Zeit war dies die zentrale Form gesellschaftlicher Kommunikation.
Zeitung
Der Begriff bedeutete früher „Nachricht“. Heute versteht man darunter ein Presseprodukt, das sich auszeichnet durch regelmässiges, meist mehrmals wöchentliches Erscheinen (Periodizität), Aktualität (der Berichterstattung bzw. der Themen), Universalität (sowohl der Themen bzw. Inhalte als auch der Standpunkte bzw. Aussagen gesellschaftlicher Akteure) und Publizität (öffentliche Zugänglichkeit). Die Zeitschrift unterscheidet sich davon durch eine eingeschränkte Periodizität und damit Aktualität (z.B. ein wöchentlich erscheinendes Nachrichtenmagazin) und/oder eine geringere Universalität (z.B. Autozeitschrift).
Zensur
Zensur bedeutet im rechtlichen Sinne, dass der Staat die Veröffentlichung von Publikationen an eine staatliche Erlaubnis und damit Kontrolle bindet, die vor der Veröffentlichung (Vor-Zensur) oder aber danach ausgeübt werden kann (Nach-Zensur).

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Medienpsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Verständnisfragen
Haben Sie den Stoff schon drauf? Hier können Sie Ihr Wissen überprüfen.
Links
Was es sonst noch so gibt in der schönen neuen World Wide Welt der Medienpsychologie.