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18. Usability: Systematische Gestaltung und Optimierung von Benutzerschnittstellen
Nützlichkeit - Erlernbarkeit - Effizienz - Zufriedenheit
In Kürze
Inhalt
- 18.1 Einleitung
- 18.2 Nützlichkeit
- 18.3 Erlernbarkeit
- 18.4 Effizienz
- 18.5 Zufriedenheit
Zusammenfassung
Der Begriff Usability entspringt dem Ausdruck »the ability to use something« und meint die Fähigkeit, etwas zu benutzen. Diese Fähigkeit wird dadurch verbessert, dass die Bedienbarkeit eines Systems vereinfacht und an die Fertigkeiten der Anwender angepasst wird. Die daraus resultierende Benutzerfreundlichkeit hängt im Wesentlichen von vier Faktoren ab:
- Nützlichkeit
- Erlernbarkeit
- Effizienz
- Zufriedenheit
Für die systematische Gestaltung und Optimierung der einzelnen Faktoren stehen neben bewährten Richtlinien und Heuristiken verschiedene analytische und empirische Verfahren zur Verfügung, welche jeweils bei der
- Konzeption,
- Realisation und
- Evaluation
von neuen und bestehenden Produkten oder Services angewendet werden können.
Zunächst werden die Benutzerbedürfnisse mittels Verhaltensbeobachtung und Einstellungsmessung von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen erhoben. Dabei sollen auch die Bedürfnisse von älteren oder behinderten Personen einbezogen werden. Anhand dieser Bedürfnisse werden nützliche Funktionen und Inhalte abgeleitet. Die Bedienung der Funktionen ist umso einfacher, je schneller deren Anwendung erlernt werden kann. Die Einfachheit der Bedienung wird durch die Qualität von drei sequenziellen Stufen der Schnittstelle beeinflusst:
- Informationsarchitektur (Finden)
- Funktionsanzeige (Verstehen)
- Prozesssteuerung (Anwenden)
Ein benutzerfreundliches System soll den Benutzer dabei unterstützen, komplexe Aufgaben möglichst schnell und ohne Fehler erledigen zu können. Mit Hilfe schematischer oder funktionaler Prototypen kann die Bedienung der Schnittstelle bereits während der Entwicklung getestet und laufend verbessert werden. Die Überprüfung erfolgt anhand standardisierter Usability-Tests, welche eine objektive Beobachtung der Testpersonen bei der Bewältigung typischer Aufgaben ermöglichen. Dabei werden allfällige Schwierigkeiten dokumentiert und für die Weiterentwicklung des Systems ausgewertet.
Eine umfassende Interaktionsgestaltung ermöglicht eine ganzheitliche Erfahrung und vermittelt dem Benutzer vor, während und nach der Anwendung ein positives Erlebnis.