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16. Mediennutzung und Medienwirkung bei Kindern und Jugendlichen

Medien und Medienkompetenz - Informationsverarbeitung von Film und Fernsehen - Wirkung gewalthaltiger Medien auf Kinder und Jugendliche

In Kürze

Inhalt

  • 16.1 Einleitung
  • 16.2 Medien und Medienkompetenz
  • 16.3 Modelle und Befunde zur Informationsverarbeitung von Film und Fernsehen
  • 16.4 Wirkung gewalthaltiger Medien auf Kinder und Jugendliche

Zusammenfassung 

Im vorliegenden Kapitel wird ausgeführt, dass der Erwerb der Zeichensysteme unterschiedlicher Medien eine zentrale kognitiv-symbolische Kompetenz bei Kindern im Vorschulalter darstellt. Wenn Kinder die entsprechenden Zeichensysteme zu verstehen gelernt haben, dann können Medien auch gewinnbringend zur Vermittlung von Inhalten eingesetzt werden. Der Erwerb medialer Zeichenkompetenz umfasst die folgenden Schritte:

  • Erwerb der generellen Einsicht in den Unterschied zwischen Dingen und Ereignissen in der Umwelt und ihrer (externen) Repräsentation durch Medien
  • Erwerb der Gestaltungskonventionen von audiovisuellen Medien (z. B. Schnittkonventionen beim Film)
  • Erwerb der Gestaltungskonventionen und der Fähigkeit zur Bedienung von interaktiven Medien (z. B. Piktogramme bei Computerspielen)

Hilfreich ist dabei sicherlich, dass auch jüngere Kinder bereits aktiv ihre Aufmerksamkeit den Bildschirmmedien zuwenden, um Inhalte zu verstehen.
Medien bergen auf der anderen Seite natürlich auch Risiken. Die kindliche Vielnutzung vor allem von Unterhaltungsmedien ist dem akademischen Erfolg abträglich. Aber es ist nicht das Medium per se, das für solche Effekte verantwortlich zeichnet, sondern die entsprechenden Inhalte. Bei Bildungsprogrammen zeigen sich keinerlei negative Effekte.
Bei der Diskussion um die Gefahren der Nutzung von gewalthaltigen Medien vor allem durch Jugendliche sollte berücksichtigt werden, dass entsprechende Medien keine monokausale Ursache für aggressives Verhalten darstellen, sondern dass sie allenfalls in einem Variablengeflecht fungieren, das in seltenen Fällen zu einem Gefährdungspotenzial führen kann.
Ein aktuelles Phänomen besteht darin, dass bestimmte Medien, die man bislang dem Jugendalter zugerechnet hat, zunehmend mehr von Erwachsenen genutzt werden. Computerspiele sind längst nicht mehr ausschließlich ein Medium der Jugend. Auch ältere Menschen nutzen extensiv die neuen Medien. Damit ist eine große Bandbreite neuer Möglichkeiten verbunden, die von kognitiven Trainings bis hin zu Maßnahmen zur sozialen Integration reicht.

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Medienpsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Verständnisfragen
Haben Sie den Stoff schon drauf? Hier können Sie Ihr Wissen überprüfen.
Links
Was es sonst noch so gibt in der schönen neuen World Wide Welt der Medienpsychologie.