17. Medienkonzeption
Definition - Praxis der Medienkonzeption - Medienkonzeption für unterschiedliche Medien und unterschiedliche Zielgruppen
In Kürze
Inhalt
- 17.1 Einführung
- 17.2 Was ist Medienkonzeption?
- 17.3 Praxis der Medienkonzeption
- 17.4 Medienkonzeption für unterschiedliche Medien
- 17.5 Medienkonzeption für unterschiedliche Zielgruppen
Zusammenfassung
Unter »Medienkonzeption« versteht man die Praxis und Wissenschaft des zielgerichteten Entwerfens von Medienangeboten.
Die Medienkonzeption kann eklektizistisch Methoden, Theorien und Befunde unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen nutzen, zudem kann sie sich als Fach innerhalb der Konzeptionswissenschaften konturieren.
Die Psychologie spielt für die Fundierung der Medienkonzeption eine zentrale Rolle, wobei neben medienpsychologischen Theorien, Methoden und Befunden auch andere Grundlagen- und Anwendungsfächer der Psychologie fruchtbar gemacht werden.
Der Prozess der Medienkonzeption lässt sich am besten als Iterationsprozess modellieren, der von Anfang an die Erwartungen und Voraussetzungen zukünftiger Nutzerinnen und Nutzer einbezieht. Gleichzeitig ist ein Konzeptionsprojekt nach den Regeln des Projektmanagements zu gestalten. Die analytische Darstellung entsprechender Prozessmodelle sollte in der Konzeptions-Ausbildung nicht der einzige Vermittlungsweg sein, denn für den Erwerb von Konzeptionskompetenz ist angeleitete Praxiserfahrung notwendig.
Konzeptionsentscheidungen werden immer im Hinblick auf konkrete Aufgaben und Ziele getroffen, wobei Medienangebote vor allem zur
- Information,
- Unterhaltung,
- Kommunikation und/oder
- Transaktion
dienen sollen.
Für unterschiedliche Medien haben sich unterschiedliche Konzeptionspraxen entwickelt. Eine grobe Differenzierungsmöglichkeit ist dabei die Unterscheidung zwischen sogenannten alten, neuen und neuesten Medien. Diese werfen aufgrund ihrer technischen Eigenschaften jeweils spezifische Designanforderungen auf. Schließlich ist zu beachten, dass Medienangebote so entworfen werden, dass sie
- beide Geschlechter ansprechen (Gender Mainstreaming),
- möglichst wenige Menschen ausschließen (Barrierefreiheit) und
- bei Bedarf auch international vermarktet werden können (Lokalisierung und Internationalisierung).