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21. Bedeutung der Medien für klinisch-psychologische Interventionen
Medienunterstützung - in der Diagnostik, der Intervention und der Evaluation
Glossar
- Bibliotherapie
- In der Bibliotherapie wird Lesen zu therapeutischen Zwecken nutzbar gemacht. Im engeren Sinne stellt sie eine Hilfsmethode der Psychotherapie dar. Im weitesten Sinne kann Lesen bei der Bewältigung von Lebensaufgaben (Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung) und Lebenskrisen eingesetzt werden.
- Evaluation
- Bewertung, Beurteilung. Im klinisch-psychologischen Bereich wird Evaluation eingesetzt, um den Erfolg (bzw. auch Misserfolg) einer Intervention zu messen.
- Intervention
- Der Begriff leitet sich ab vom lateinischen „inter-venire“ für dazwischentreten, hinzukommen, unterbrechen, durchkreuzen, vermitteln. In der Psychotherapie steht „Intervention“ für das therapeutisch relevante Handeln des Therapeuten.
- klinisch-psychologische Intervention
- Psychologische Unterstützung bei der Bewältigung psychischer, sozialer und körperlicher Beeibträchtigungen und Störungen. (z. B. präventive Maßnahmen, Krisenintervention, Psychotherapie, usw.)
- Psychodynamisch orientierte Verfahren
- Das Ziel dieser Verfahren (z.B. analytische Psychotherapie) ist das Bewusstmachen von verdrängten Gefühlen und Erinnerungen, die eine Entwicklung zum gesunden, selbständigen Individuum blockieren. Die Ursachen und Lösungen für gegenwärtige Probleme sind laut Neurosenlehre im Unbewussten und in der Vergangenheit des Patienten zu suchen. Der Patient soll im Laufe der Therapie die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut durchleben um sie zu verarbeiten. Dies geschieht u.a. in der systematischen Analyse von Übertragung und Gegenübertragung.
- Psychoedukation
- Schulung von Menschen, welche an einer psychischen Störung leiden. Durch Psychoedukation soll das Verständnis und der Umgang mit der Krankheit verbessert werden.
- Verhaltenstherapie
- Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Menschen ihr Verhalten und Erleben durch Erfahrungen im Laufe ihres Lebens erlernen. Eine psychische Krankheit entsteht dann, wenn die erlernten Muster problematisch oder unangemessen sind. Der Psychotherapeut erarbeitet gemeinsam mit dem Patienten neue Verhaltens- und Erlebensmuster, die der Patient mit Hilfe verschiedener Methoden einübt. Ziel ist, die negativen Muster durch positive zu ersetzen. Die Verhaltenstherapie ist eine gedanken- und handlungsorientierte, problembezogene Therapieform.
- Virtual-Reality-Technologien (VR)
- Ermöglichen computerbasierte Modelle der realen Welt zu erstellen, mit denen mittels Mensch-Maschinen-Schnittstellen interagiert werden kann. Charakteristische Merkmale sind die Interaktion in Echtzeit und die Ansprache und Einbeziehung mehrerer menschlicher Sinne. Diese künstlich geschaffenen Welten lassen sich in vielen unterschiedlichen Bereichen einsetzen (z. B. Fahrzeugsimulatoren in der Autoindustrie, Gebäudeplanung in der Architektur, Flugsimulation in der Ausbildung von Piloten, Unterhaltungsindustrie, Telemedizin).