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37. Pathologisches Glücksspielen und vergleichbare Störungen
A. Kräplin, G. Bühringer
In Kürze
Spielen ist Teil der Menschheitsgeschichte und der psychosozialen Entwicklung jedes Einzelnen. Kompetenz- und Glücksspiele haben eine wichtige Funktion für zentrale Lebensbereiche wie Entspannung und Unterhaltung sowie für die Entwicklung eines Leistungs- und Wettbewerbsverhaltens. Dass jemand gar »Haus und Hof verspielt«, zeigt aber auch die negativen Auswirkungen exzessiven Glücksspielens. Spaß, Unterhaltung und Wettbewerb werden dann verdrängt durch die Einengung des Denkens und Verhaltens und der gesamten Lebensinhalte auf das Glücksspielen bis hin zu existenzbedrohender Verschuldung und massiven familiären Problemen. Dieser Beitrag illustriert pathologische Formen exzessiv ausgeübten impulsiven Verhaltens am Beispiel des pathologischen Glücksspielens als am besten untersuchte Störung im Bereich der exzessiven Verhaltensweisen. Dabei werden aktuelle Diskussionen zur Nosologie und Klassifikation, Ätiologie und möglichen Gemeinsamkeiten neurobiologischer Korrelate zwischen Substanzstörungen und den hier diskutierten pathologischen Verhaltensweisen angeführt.
- 37.1 Störungsbild
- 37.2 Klassifikation und Diagnostik
- 37.2.1 Klassifikation
- 37.2.2 Diagnostik
- 37.2.3 Komorbidität
- 37.3 Epidemiologie
- 37.3.1 Prävalenz des Glücksspielens in der Bevölkerung
- 37.3.2 Alter und Geschlecht
- 37.4 Ätiologie, Spontanverlauf und Rückfall
- 37.4.1 Ätiologie
- 37.4.2 Spontanverlauf und Rückfall
- 37.5 Behandlung
- 37.5.1 Therapieziele und therapeutische Maßnahmen
- 37.5.2 Struktur der Behandlungsangebote
- 37.6 Andere pathologische Formen exzessiver Verhaltensweisen
- 37.7 Resümee