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23. Operante Verfahren
J. Junge-Hoffmeister
In Kürze
Ein wohlwollendes Nicken oder ein ausgesprochenes »Ja, richtig!« unseres Gesprächspartners, Bauchschmerzen nach einem deftigen Essen zu später Stunde oder Kopfschmerzen nach einer durchzechten Nacht, ein liebevolles Streicheln eines weinenden Kindes, die erleichternde Befriedigung nach dem Lösen einer schwierigen Aufgabe - das alles sind operante Verstärker, die unser offen gezeigtes Verhalten, aber auch unser Denken und Fühlen beeinflussen. Unser Leben wird tagtäglich durch derartige Verstärkungsprozesse geprägt. Diese laufen jedoch zumeist unsystematisch und unbewusst ab. Bei den in diesem Kapitel vorgestellten operanten Verfahren handelt es sich hingegen um therapeutisch einsetzbare Techniken, die sich lerntheoretische Prinzipien gezielt zunutze machen. Sie bezwecken, Verhalten durch eine geplante und systematische Manipulation seiner verstärkenden Bedingungen (Konsequenzen) auszuformen.
- 23.1 Beschreibung des Verfahrens
- 23.2 Wirkprinzipien
- 23.2.1 Verstärkerpläne
- 23.2.2 Diskriminationslernen und Stimuluskontrolle
- 23.2.3 Differenzierungslernen
- 23.3 Durchführung
- 23.3.1 Strategien des Verhaltensaufbaus
- 23.3.2 Strategien des Verhaltensabbaus
- 23.3.3 Komplexe Verstärkungssysteme
- 23.3.4 Biofeedback
- 23.3.5 Transfer der Effekte operanter Therapiemethoden in den Alltag
- 23.4 Indikation
- 23.5 Wirksamkeit