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42. Generalisierte Angststörung
J. Hoyer, K. Beesdo-Baum
In Kürze
Die generalisierte Angststörung ist eine häufige, chronische und stark beeinträchtigende Angststörung. Ihr zentrales Merkmal sind nicht an spezifische Themen gebundene und schwer kontrollierbare Sorgen bzw. Erwartungsängste. Die Störung weist hohe Komorbiditätsraten auf; dies gilt besonders hinsichtlich der Depression und anderer Angststörungen. Es gibt kein einheitliches Erklärungsmodell, deshalb ist ein Zusammenspiel von genetischen, neurobiologischen und psychologischen Vulnerabilitäten (Erziehungsstil, Beobachtungslernen, Informationsverarbeitung) wahrscheinlich. Das derzeit wichtigste Modell der Aufrechterhaltung der Störung ist die Vermeidungstheorie der Sorgen von Borkovec. Die wesentliche Annahme dabei ist ein negativer Verstärkungsmechanismus für die Sorgen, über den diese indirekt Emotionen regulieren. Die kognitive Verhaltenstherapie ist die derzeit am besten bewährte Therapieform, aber nur ca. 50% der Patienten sind am Ende der Therapie wieder voll funktionsfähig. Modifikationen der Therapie werden entwickelt und untersucht; sie beziehen u. a. stärker auch interpersonelle und emotionsintensivierende Komponenten ein.
- 42.1 Diagnostik und Klassifikation
- 42.2 Epidemiologie
- 42.3 Ätiologie
- 42.3.1 Genetische Faktoren
- 42.3.2 Neurobiologische Faktoren
- 42.3.3 Psychologische Faktoren
- 42.3.4 Funktionsmodelle der Sorgen
- 42.3.5 Integration
- 42.4 Spontanverlauf
- 42.5 Behandlung
- 42.5.1 Sorgenexposition
- 42.5.2 Angewandte Entspannung
- 42.5.3 Kognitive Therapie
- 42.5.4 Weitere Ansätze: Integrative Psychotherapie
- 42.5.5 Medikamentöse Behandlung
- 42.6 Offene Fragen
- 42.7 Resümee