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4. Familiäre Transmission psychischer Störungen
R. Lieb, S. Knappe
In Kürze
Schon lange weiß man, dass psychische Störungen innerhalb von Familien gehäuft vorkommen. Dies bedeutet zunächst nichts anderes, als dass Personen aus derselben Familie häufiger an derselben Störung leiden als Personen, die nicht miteinander verwandt sind. Kann man bei bestimmten Merkmalen (z.B. bestimmten Störungsbildern) eine solche familiäre Häufung (auch Aggregation) beobachten, so liegt der Schluss nahe, dass diese - über welche Mechanismen oder Prozesse auch immer - irgendwie innerhalb der Familie weitergegeben bzw. übertragen werden. Unter familiärer Transmission psychischer Störungen versteht man daher die familiäre Weitergabe psychischer Störungen zwischen den Generationen. In diesem Kapitel erfahren Sie mehr über dieses Phänomen und es wird erklärt, mit welchen Forschungsmethoden die familiäre Transmission untersucht werden kann.
- 4.1 Was heißt familiäre Transmission psychischer Störungen?
- 4.2 Transmissionsmodelle
- 4.3 Untersuchungsmethoden
- 4.3.1 Methoden zur Untersuchung genetischer Faktoren
- 4.3.2 Methoden mit genetischen Markern (molekularbiologische Untersuchungen)
- 4.4 Zum Zusammenspiel von genetischen und Umweltfaktoren
- 4.5 Klinische und kausale Heterogenität
- 4.6 Offene Fragen für die Zukunft