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8. Teamarbeit
Merkmale von Gruppen und Teams - Vorteile und Probleme der Teamarbeit - Optimierung von Gruppen
Glossar
- Groupthink
- Groupthink bezeichnet einen Denkmodus, in den Personen verfallen, wenn sie Mitglied einer hoch kohäsiven Gruppe sind. Dieser Denkmodus ist gekennzeichnet durch das Bemühen der Gruppenmitglieder um Einmütigkeit, die auch ihre Motivation, alternative Wege realistisch zu bewerten, übertönt.
- Gruppe
- Eine Mehrzahl von Personen, die über längere Zeit in direktem Kontakt stehen, wobei sich Rollen ausdifferenzieren, gemeinsame Normen entwickeln und Kohäsion (Wir-Gefühl) entstehen können
- Gruppenarbeit
- Eine Arbeitsform, bei der mehrere Arbeitende einen Auftrag bzw. eine Aufgabe gemeinschaftlich erfüllen, dazu gemeinschaftliche Zielstellungen (Gruppenziele) verfolgen, eine Ordnung ihres Zusammenwirkens aufweisen und in Kommunikation miteinander stehen
- Mobbing
- Von Mobbing spricht man, wenn Mitarbeiter von einem oder mehreren Kollegen oder Vorgesetzten regelmäßig und über längere Zeit terrorisiert werden.
- Motivation
- Thematisiert die Frage nach dem Warum bzw. dem Wozu menschlichen Verhaltens: Motivation liegt vor, wenn in einer konkreten Situation Motive durch Anreize angeregt werden und Verhalten auslösen.
- Motivationspotenzial
- Das Motivationspotenzial der Arbeit leitet sich aus dem Job Characteristics Model ab. Dieses Modell spezifiziert, wie Arbeitsaufgaben gestaltet sein sollten, um motivations- und leistungsfördernd zu wirken sowie dem Arbeitsplatzinhaber Entfaltungsmöglichkeiten bei der Arbeit zu bieten. Die Ausprägung vom Motivationspotenzial einer Arbeitstätigkeit ist gemäß dem Modell von folgenden fünf Aufgabenmerkmalen abhängig: Ausmaß der Anforderungsvielfalt, Ganzheitlichkeit der Aufgabe, Bedeutsamkeit der Aufgabe, Autonomie im Sinne von Freiheitsgraden für selbstständige Zielstellungen und Entscheidungen über die Aufgabeninhalte, Rückmeldung über die Tätigkeitsergebnisse. Das Motivationspotenzial der Arbeit wird berechnet aus dem Produkt der Merkmale Anforderungsvielfalt, Ganzheitlichkeit und Bedeutsamkeit und der anschließenden Addition der Merkmale Autonomie und Rückmeldung.
- Normen
- Regeln für Verhaltensweisen, die in bestimmten Situationen (nicht) auftreten sollen. Normen geben in Gruppen Orientierung über das angemessene Verhalten in unsicheren Situationen, stabilisieren das Verhalten und machen es berechenbar und tragen zur Koordination des Verhaltens bei.
- Rolle
- Bezeichnet die Summe der Erwartungen, die an den Inhaber einer sozialen Position gerichtet werden; in funktionierenden Gruppen so ausdifferenziert, dass sie sich jeweils wechselseitig ergänzen
- Social Facilitation
- Social Facilitation (oder Mere Presence) bezeichnet die Auswirkung der bloßen Anwesenheit anderer Menschen auf die individuelle Leistung. Bei der Ausübung einfacher, gut gelernter Tätigkeiten wirkt dies leistungssteigernd, bei neuen und komplexen Tätigkeiten dagegen leistungsmindernd.
- Teamentwicklung
- Teamentwicklung zielt auf soziale und aufgabenbezogene Prozesse innerhalb bereits bestehender Teams, um in direkter Interaktion mit den Teammitgliedern Barrieren abzubauen, Rollenbilder zu klären und zwischenmenschliche Beziehungen zu verbessern.