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18. Leistungsbeurteilung

Begriffe und Ziele der Leistungsbeurteilung - Leistungsbeurteilung als Verhaltensbeurteilung - Beurteilungsverfahren - Urteilstendenzen und Beurteilungsfehler - Anlässe und Ebenen der Leistungsbeurteilung

Glossar

Adaptive Leistung
Erfolgreiche Anpassung von Personen an sich ändernde und veränderte Arbeitsbedingungen
Arbeitsleistung
Die individuelle tätigkeitsbezogene Arbeitsleistung ist die Summe der Erwartungswerte – bewertet aus Sicht der Organisation – des Arbeitsverhaltens eines Beschäftigten im jeweiligen Beurteilungszeitraum.
Arbeitsproben
Darunter versteht man diagnostische Verfahren, die aus einer realitätsnahen Simulation wichtiger Arbeitsaufgaben bestehen. Andere Bezeichnungen für diese Vorgehensweise lauten situative Tests oder Leistungstests.
BARS („behaviorally anchored rating scale“)
Verhaltensverankerte Einstufungsskala zur Leistungsbeurteilung
BES („behavior expectation scale“)
Verhaltenserwartungsskala zur Leistungsbeurteilung
BOS („behavioral observation scale“)
Verhaltensbeobachtungsskala zur Leistungsbeurteilung
Coaching
Unter diesem Begriff versteht man im modernen Personalwesen einen individuell unterstützenden Beratungsprozess, bei dem ein Berater, der Coach, mit einer anderen Person, dem Coachee, eine Beratung durchführt.
Freie Eindrucksschilderung
Unsystematische Methode der Leistungsbeurteilung
GRS („graphic rating scale“)
Graphische Einstufungsskala zur Leistungsbeurteilung
Kontextbezogene Leistung
Der Beitrag einer Person zur Aufrechterhaltung ihrer organisationalen Arbeitsumgebung. Zwei wichtige Komponenten bilden dabei das Arbeitsengagement („job dedication“) und die soziale Erleichterung („social facilitation“).
Konzeptuelles Kriterium
Das Konstrukt (z.B. Arbeitsleistung), das der aktuellen Kriteriumsmessung (z.B. Vorgesetztenbeurteilungen) zugrunde liegt
Kriteriumsdefizienz
Der Anteil des konzeptuellen Kriteriums, der nicht mit dem aktuellen Kriterium gemessen wird
Kriteriumskontamination
Der Anteil am aktuellen Kriterium, der nichts mit dem konzeptuellen Kriterium zu tun hat
Kriteriumsrelevanz
Der Anteil des konzeptuellen Kriteriums, der vom aktuellen Kriterium gemessen wird
Leistungsverhalten
Umfasst das Verhalten im Rahmen aller betrieblichen Aufgaben, in die Mitarbeiter in einer Organisation eingebunden sind, und wird auch als produktives Verhalten bezeichnet
Methode der kritischen Ereignisse
Verfahren der verhaltensbezogenen Anforderungsermittlung
Personal
Dieser Begriff bezeichnet die in Organisationen in abhängiger Stellung arbeitenden Menschen, die innerhalb einer institutionell abgesicherten Ordnung eine Arbeitsleistung erbringen. Es geht somit um die Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Organisation, die zur Realisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen eingesetzt und bezahlt werden. Personal wird im betriebswirtschaftlichen Sinne als eine Ressource aufgefasst, die es zu managen bzw. zu steuern gilt. Dabei geht es sowohl um die Verhaltenssteuerung im Sinne einer Mitarbeiterführung als auch die Gestaltung von Systemen zur Steuerung der Funktionen von Personal wie Beschaffung, Auswahl, Entwicklung, Beurteilung, Vergütung etc.
Rangordnungsverfahren der Leistungsbeurteilung
Zu beurteilende Personen werden entsprechend ihrer Leistung in eine Rangreihe gebracht.
Rückzugsverhalten
Darunter versteht man die Abwesenheit vom Arbeitsplatz während der Arbeitszeit (Absentismus) sowie Kündigungen.
Urteilstendenzen bei der Leistungsbeurteilung
Zur Mittelwertstendenz gehören die Milde- und Stengetendenz. Varianzeinschränkungen bei Leistungsbeurteilungen bezeichnet mal als Streuungstendenz. Den Halo-Effekt bezeichnet man als Korrelationstendenz.
Zurechnungsproblem der Leistungsbeurteilung
Besteht darin, dass in der Regel nicht beurteilt werden kann, ob Leistungsunterschiede zwischen Personen durch unterschiedliches Leistungsverhalten oder durch unterschiedlich günstige situative Bedingungen zustande gekommen sind. Deswegen wird nicht die objektive Leistung, sondern das Leistungsverhalten beurteilt.

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Arbeits- und Organisationspsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Links
Was es sonst noch so gibt in der schönen neuen World Wide Welt der Arbeits- und Organisationspsychologie.