Glossar für Arbeits- und Organisationspsychologie
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- Bezeichnet Lehr-/Lernformen, die auf dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken beruhen und vielfältige Formen des didaktisch gestalteten computer- und internetbasierten Lehrens und Lernens beinhalten
- Ebenen der Trainingsevaluation
- Trainingseffekte können in Anlehnung an das Evaluationsmodell von Kirkpatrick auf vier unterschiedlichen Ebenen oder Arten von Effekten erfasst werden: Trainingsbewertungen (Aspekte der Zufriedenheit mit dem Training bzw. ausgewählten Gestaltungselementen und Aspekten zur Bewertung von Nutzen oder Relevanz des Trainings), Lernresultate (Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen, die im Training tatsächlich erlernt wurden), Transferleistungen (Verhaltensänderungen, die auf das Arbeitshandeln übertragen werden) und organisationale Effekte (nehmen Bezug auf die Ziele der Organisation, die mit der Durchführung der Trainings verbunden sind).
- Emotionale Dissonanz
- Liegt vor, wenn sich erlebte und dargestellte Emotionen widersprechen. Emotionale Dissonanz ist die Folge von Gefühlsarbeit und kann zu negativen Konsequenzen, u. a. zu Burnout, führen.
- Emotionale Intelligenz
- Ein (umstrittenes) Konstrukt, das sich auf die Fähigkeit von Personen bezieht, in sozialen Interaktionssituationen eigene und fremde emotionale Reaktionen erfolgreich zu steuern.
- Employability
- Bezeichnet die individuellen Faktoren, die dazu beitragen, dass eine Person ihre Erwerbstätigkeit auch angesichts unsicherer und sich wandelnder Arbeitsmarktchancen erhalten kann. Sie werden eingeteilt in „knowing why“ (Identität), „knowing how“ (Qualifikation) und „knowing whom“ (Kontakte und Netzwerke).
- Entgrenzung
- Wegfall von betrieblichen, tariflichen oder gesetzlichen Regelungen der Erwerbsarbeit, die einerseits die individuellen Freiräume der Erwerbstätigen erhöhen, aber andererseits auch mit einem höheren Beschäftigungs- und Einkommensrisiko verbunden sind.
- Entscheidungsspielraum
- Bezieht sich auf das Ausmaß an Entscheidungskompetenzen von Beschäftigten, Arbeitsaufgaben selbst festzulegen und voneinander abzugrenzen
- Entwicklungsaufgaben
- Geteilte normative Erwartungen, die an Personen in unterschiedlichen Lebensabschnitten herangetragen werden. Sie stellen wichtige Auslöser individueller Entwicklungsprozesse dar. Die erfolgreiche Bewältigung von Entwicklungsaufgaben führt zu Zufriedenheit und Anerkennung, Versagen führt dagegen zu Unzufriedenheit und Ablehnung. Die Laufbahnentwicklungstheorie hat die beruflichen Entwicklungsaufgaben über die Lebensspanne herausgearbeitet.
- Eskalation
- Dieser Begriff kennzeichnet die Verschlimmerung eines sozialen Konflikts im Zuge der Interaktion der Konfliktparteien. In der Literatur werden unterschiedliche Stufenmodelle und diverse Mechanismen der Eskalation von Konflikten diskutiert.
- Ethisch-moralische Grundrechte
- Ethisch-moralische Grundrechte von Personen (wie z.B. das Recht auf rationale Selbstbestimmung, Würde, psychische und soziale Unversehrtheit) dürfen weder in psychologischen Untersuchungen noch in betrieblichen Verfahren (z.B. Personalauswahl, Personaleinsatz) verletzt werden.
- Experiment
- Als Experiment bezeichnet man Studien, bei denen die Untersuchungsteilnehmer zufällig unterschiedlichen Bedingungen zugeteilt wurden (z.B. unterschiedlichen Arbeitspausen). Diese Bedingungen müssen systematisch vom Versuchsleiter hergestellt worden sein (experimentelle Manipulation), um den Einfluss einer unabhängigen auf eine abhängige Variable zu untersuchen (z.B. Pausenanzahl auf die Arbeitsleistung pro Tag). Alle anderen möglichen Einflüsse auf die abhängige Variable (z.B. Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Alter, Geschlecht, etc.) müssen dabei kontrolliert werden.