Sie befinden sich hier
lehrbuch-psychologie.de  > Arbeits- und Organisationspsychologie  > Lerncenter > Wirkungen der Arbeit

28. Wirkungen der Arbeit

Belastung, Beanspruchung und Stress - Stressmodelle - Moderatoren, Einflüsse und Bedingungen von Stress - Spezifische Auswirkungen - Stressbewältigung und Gesundheitsförderung - Arbeit, Freizeit und Persönlichkeit

In Kürze


  • 28.1 Belastung, Beanspruchung und Stress
    • 28.1.1 Belastung und Beanspruchung
    • 28.1.2 Stressoren, Stressreaktionen und Stress
    • 28.1.3 Definition von Stress
  • 28.2 Stressmodelle
    • 28.2.1 Reizorientierte Stressmodelle - Stress durch Belastungsfaktoren
    • 28.2.2 Reaktionsorientierte Stressmodelle
    • 28.2.3 Kognitive Stressmodelle - Das transaktionale Modell von Lazarus
  • 28.3 Moderatoren, Einflüsse und Bedingungen von Stress
    • 28.3.1 Ressourcen zur Stressbewältigung
    • 28.3.2 Individuelle Unterschiede
    • 28.3.3 Balance von Ressourcen und Anforderungen
  • 28.4 Spezifische Auswirkungen von Stress
    • 28.4.1 Kurzfristige und mittelfristige Auswirkungen von Stress
    • 28.4.2 Langfristige negative Auswirkungen von Stress
    • 28.4.3 Positive Wirkungen von Stress
  • 28.5 Stressbewältigung und Gesundheitsförderung
    • 28.5.1 Maßnahmen zur Verhaltensprävention
    • 28.5.2 Maßnahmen zur Verhältnisprävention
  • 28.6 Arbeit, Freizeit und Persönlichkeit
    • 28.6.1 Arbeit und Persönlichkeit
    • 28.6.2 Arbeit und Freizeit

  • Es existiert eine Vielzahl von Stresstheorien bzw. -modellen, die die Entstehung von Stress erklären. Man unterscheidet insbesondere zwischen reizund reaktionsorientierten sowie kognitiven Stressmodellen.
  • Das transaktionale Stressmodell verdeutlicht das komplexe Zusammenspiel von personalen Faktoren und Umweltbedingungen bei der Entstehung von Stress. Eine Situation wird gemäß diesem Konzept von einer Person erst dann als bedrohlich bzw. stressauslösend bewertet, wenn sie ihre eigenen Ressourcen, diese Situation erfolgreich zu bewältigen, als nicht ausreichend einschätzt.
  • Bei der Bewältigung von Stress spielt die Verfügbarkeit von Ressourcen eine wesentliche Rolle. Diese beziehen sich auf Merkmale der Arbeitstätigkeit (Handlungsspielraum), des sozialen Umfeldes (soziale Unterstützung) sowie Merkmale der Person selbst (Kontrollüberzeugungen, Bewältigungsstile).
  • Übersteigen die Arbeitsanforderungen unsere Bewältigungsmöglichkeiten, kann es zu kurzfristigen sowie anhaltenden Stresszuständen kommen. Kurzfristig wird eine Alarmreaktion mit erhöhter Aktiviertheit sowie spezifischen physiologischen, kognitiven, emotionalen und verhaltensbezogenen Reaktionsmustern ausgelöst. Bei anhaltenden Stresszuständen kommt es zu mittel- und längerfristigen Beeinträchtigungen des Wohlbefindens (Gereiztheit, Unsicherheit, Burnout etc.) und der Gesundheit (Magen-Darm-Krankheit, Depressionen).
  • Durch Stresspräventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz wird versucht, belastende und stressauslösende Bedingungen zu reduzieren und zu vermeiden sowie Ressourcen zu schaffen, die eine effektivere Bewältigung von Arbeitsanforderungen ermöglichen.
  • Maßnahmen zur Verhältnisprävention zielen auf die Änderung bzw. Verbesserungen belastender Arbeitsbedingungen (z. B. Lärmreduktion, Pausenregelungen, ergonomische Arbeitsgestaltung).
  • Durch Maßnahmen der Verhaltensprävention wird versucht, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen (z. B. sportliche Aktivitäten) zu fördern und effektivere Strategien zur Stressbewältigung (z. B. Selbstinstruktionstechniken) zu vermitteln.
  • Arbeit hat nicht nur negative, sondern auch positive Wirkungen in Form von persönlichkeitsprägenden, sozialisierenden und sinnstiftenden Funktionen.
  • Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Privatleben werden diskutiert unter der Annahme der Generalisationshypothese einerseits, d. h., dass Arbeit sich je nach Gestaltung positiv und/oder negativ auf das Privatleben auswirkt, und der Annahme der Kompensationshypothese andererseits, d. h., dass negative Erfahrungen bei der Arbeit durch gezielte positive Erfahrungen im Privatleben (z. B. Suche nach Erholung) kompensiert werden.
  • Im Rahmen von Ansätzen der Work-Life-Balance wird untersucht, welche Auswirkungen die Entgrenzung der Arbeitszeit auf die Abgrenzung einzelner Lebensbereiche hat und mithilfe welcher Strategien man Konflikte zwischen Erwerbs- und Privatleben vermeiden kann.

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Arbeits- und Organisationspsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Links
Was es sonst noch so gibt in der schönen neuen World Wide Welt der Arbeits- und Organisationspsychologie.