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20. Theoretische Modelle des Arbeitshandelns
Verhaltenstheoretische Ansätze des Arbeitshandelns - Kognitionspsychologische Ansätze - Handlungstheoretische Ansätze - Tätigkeitstheoretische Ansätze
In Kürze
- 20.1 Verhaltenstheoretische Ansätze des Arbeitshandelns
- 20.1.1 S-R- bzw. S-O-R-Modell
- 20.1.2 Veränderung des Arbeitsverhaltens auf der Basis verhaltensorientierter Lerntheorien
- 20.2 Kognitionspsychologische/-theoretische Ansätze
- 20.2.1 Annahmen zur menschlichen Informationsverarbeitung
- 20.2.2 Informationsverarbeitungsmodell von Rasmussen
- 20.3 Handlungstheoretische Ansätze
- 20.3.1 TOTE-Modell
- 20.3.2 Handlungsregulationstheorie
- 20.4 Tätigkeitstheoretische Ansätze - Die Tätigkeitstheorie nach Leontjew
- 20.4.1 Makrostruktur der Tätigkeit
- 20.4.2 Ringstruktur der Tätigkeit
- Behavioristischen Theorien liegt eine Modellierung menschlichen Verhaltens in Form von Reiz- Reaktions- Beziehungen (S-R) bzw. in seiner erweiterten Form unter Einbezug intervenierender Organismusvariablen (S-O-R) zugrunde.
- Die klassische Konditionierung erklärt, wie neue Reiz-Reaktions-Verbindungen durch bestimmte assoziative Lernvorgänge entstehen, während die operante Konditionierung sich mit der Veränderung von Verhaltenswahrscheinlichkeiten durch Verstärkung und Bestrafung befasst. Insbesondere die operante Konditionierung kann gezielt zur Veränderung von Arbeitsverhalten eingesetzt werden.
- Im Rahmen des Informationsverarbeitungsansatzes wird angenommen, dass menschliches Arbeitserleben und -verhalten nur auf der Basis von Annahmen über interne (kognitive) Strukturen und Prozesse erklärbar ist. Hierbei geht es insbesondere um Annahmen über die Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen und deren Einfluss auf das Verhalten bzw. Handeln in Arbeitskontexten.
- Das Informationsverarbeitungsmodell nach Rasmussen spezifiziert, welche Informationsverarbeitungsprozesse und -komponenten beim Arbeitshandeln in Mensch-Maschine-Systemen eine Rolle spielen.
- Handlungstheorien gehen davon aus, dass Arbeitshandlungen in erster Linie als Mittel zur Erreichung von Zielen zu verstehen und zu erklären sind, wobei entsprechende Ziele sowohl Ausgangspunkte als auch Regulationskomponenten des Handelns darstellen.
- Bei der Analyse von Arbeitshandlungen unterscheidet man zwischen einer prozessualen Betrachtung von verschiedenen aufeinander folgenden Handlungsphasen und einer strukturellen Perspektive, die sich mit der hierarchisch-sequenziellen Organisation von Handlungen bzw. der Handlungssteuerung befasst.
- Die Tätigkeitstheorie nach Leontjew befasst sich nicht nur mit der kognitiven Strukturierung von Handlungen bzw. Tätigkeiten, sondern auch mit den sozialen und motivationalen Aspekten des Arbeitshandelns.
- Bei der Betrachtung von Tätigkeiten kann zwischen einer makrostrukturellen Perspektive, bei der Entsprechungen zwischen Motiv-, Ziel- und Handlungsstrukturen untersucht werden, und einer ringstrukturellen Perspektive, die die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tätigkeit und Umwelt analysiert, unterschieden werden.